Stammkunden und Nachbarn sind sprachlos, keiner kann es fassen. Das dunkle Geheimnis des netten Apothekers ist nun publik. Anstatt Medikamente auszureichen sitzt Apotheker Khalid D. (42) sitzt auf der Anklagebank.
Khalid D. sollte in die letzten Monate über 700.000 Euro von den Krankenkassen ergaunert haben. Doch wie genau sah sein Plot aus und wie durchführte dieser ihn?
Khalid D. war kein Einzeltäter, sondern hatte Komplizen. Das Schema war Pillen zu verkaufen, die gar nicht verkauft wurden. Dabei sollten Khalid´s Komplizen sich von verschiedenen Ärzten besonders teure Medikamente verschreiben lassen. Mit den Rezepten in der Hand gingen sie zur Khalids Apotheken. Doch hier bekamen diese nicht die teuren Medikamente sondern billige Präparate oder sogar nichts. Khalid D. sollten bei den jeweiligen Krankenkassen die Rezepturen und Rechnungen vorgeben und so das Geld für die teuren Medikamente einkassieren. Auf dieser Weise erbeuteten sich Khalid D. und seine Komplizen über 700.000 Euro.
Dieser Vorgang wurde immer und immer wiederholt, die gleichen Komplizen, die gleichen Medikamente, verschiedene Ärzte, bis jedoch die Geschichte platzte. Einer der Komplizen hatte sich tatsächlich ein teures Rezept zu oft verschreiben lassen, sodass die merkwürdigen Zahlen der Krankenkasse auffielen.
Ein AOK-Mitarbeiter erklärt: „Das System ermöglicht es, dass jemand am selben Tag zu mehreren Ärzten geht und Rezepte für teure Medikamente bei verschiedenen Apotheken einlöst." Doch meint dieser auch das solche schwarze Zahlen schnell erkennbar seien und das man auf dieser Weise das merkwürdige Medikamenten Verhalten eines jeden Patienten wiedererkennen kann.
Nachbarn und Kunden fragen sich, warum der freundliche Apotheker aus Berlin zur solchen Taten kam. Das Hauptmotiv des Apothekers soll die Spielsucht sein. Anscheinend verspielte er die hohen Summen und brauchte immer mehr Geld für seine Spiele.
Nun beginnt der Prozess gegen Apotheker Khalid D. aus Berlin, die Anklage lautet gewerbsmäßigen Betrugs.